Café Einstein Stammhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Café Einstein in der Kurfürstenstraße

Das Café Einstein Stammhaus ist ein Kaffeehaus an der Kurfürstenstraße 58 im Berliner Ortsteil Tiergarten. Es befindet sich in einer Villa, die in den Jahren 1878–1879 von Max Karchow und Robert Guthmann für den Fabrikanten Gustav Roßmann im Stil der italienischen Renaissance erbaut und 1926 nach Plänen von Ernst Lessing und Max Bremer aufgestockt und zum Garten hin erweitert wurde. Im Jahr 1979 wurde es im Stil der Wiener Kaffeehauskultur eingerichtet. Das Gebäude hatte ursprünglich den Namen Villa Roßmann und gilt heute als ein Berliner Künstlertreff.[1]

Seit September 2009 erinnern an der Schwelle zum Eingang zwei Stolpersteine an die ehemaligen Eigentümer, den jüdischen Privatbankier Georg Blumenfeld und seine Ehefrau Margarete Lucia, die 1939 aufgrund der nationalsozialistischen Rassengesetze enteignet wurden. Georg Blumenfeld nahm sich nach der Enteignung das Leben, seine Ehefrau beging 1941 „als letzten Akt der Selbstbehauptung“ Suizid.[2]

Die Legende, dass Henny Porten viele Jahre in dem Haus Kurfürstenstraße 58 gewohnt habe soll, lässt sich anhand der Berliner Adressbücher nicht bestätigen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Café Einstein Stammhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. berlin.de Kulturorte, abgerufen am 6. August 2010
  2. Mitten in Schöneberg – Erinnerung an die ehemaligen Eigentümer des Hauses. In: Jüdische Allgemeine, 24. September 2009

Koordinaten: 52° 30′ 8″ N, 13° 21′ 17″ O