Museum Ratingen

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Koordinaten: 51° 17′ 56″ N, 6° 50′ 50″ O Das Museum Ratingen beherbergt die städtische Sammlung moderner Kunst und die kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung Ratingens. Das Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe des historischen Stadtkerns. Unweit davon befinden sich Teile der historischen Stadtmauer und Wehrtürme. Leiterin ist seit 2011 die promovierte Kunsthistorikerin Alexandra König.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Ratingen wurde 1926 als Heimatmuseum gegründet. Untergebracht war die zunächst kleine Sammlung im sogenannten Bürgerhaus, dem im Kern mittelalterlichen, 1751 erneuerten Rathausgebäudes direkt am Marktplatz. 1977 bezog das Museum seinen heutigen Standort, zunächst beschränkt auf die historischen Räume an der Lintorfer Straße. Hier dienten das kleine Stadthaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ein angrenzendes Bürogebäude als improvisierte Ausstellungsflächen. 1978 wurde ein Erweiterungsbau an der Grabenstraße errichtet. Die markante Architektur des neuen Stadtmuseums mit unverputzten Wänden, Betondecken und offenliegenden Lüftungsrohren entsprach dem Geschmack der Zeit, die das gerade in Paris eröffnete Centre Pompidou feierte. 1990 wurde das Museum um weitere Ausstellungsflächen erweitert, so dass es heute auf ca. 1.600 m² seine Sammlungen und Wechselausstellungen präsentiert.

Im Jahr 2012 wurde das Museum Ratingen von Januar bis September saniert. Neben einer neuen Brand- und Einbruchmeldeanlage wurde ein flexibles Schienensystem für Beleuchtung installiert, welches auf unterschiedliche Anforderungen der Binnenstruktur von Ausstellungen reagiert.

Kunstsammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderne Kunst von der Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland bis in die heutigen Tage bildet den Schwerpunkt der Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und Grafiken. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Werk des aus Ratingen stammenden, informellen Malers Peter Brüning. Skulpturen werden besonders in dem Projekt „Kunstweg“ in ihrem Bezug zur umgebenden Landschaft beleuchtet. Das Museum beherbergt darüber hinaus die Nachlässe der Bildhauerinnen Maria Fuss und Doris Rücker, die umfangreiche Porzellansammlung zu Johann Peter Melchior, einem Porzellanmodelleur des ausgehenden 18. Jahrhunderts, knüpft schließlich eine enge Verbindung zwischen Kunst und Kunsthandwerk.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 31. Juli 2015 - 1. November 2015: "Der Junge und der Unbekannte. Hann Trier zum 100. Geburtstag"
  • 25. September 2015 - 31. Januar 2016: "Ausstrahlung - Stichprobe Steinzeit, Bild und Ton. Birgit Jensen und Jörg Steinmann"
  • 29. Januar 2016 - 22. Mai 2016: "Zerlegt! Montiert! Fotocollagen von Nadin Maria Rüfenacht, Anett Stuth und Christopher Muller"

Ausstellungskataloge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum Ratingen, Freunde und Förderer des Museums Ratingen (Hrsg.): Kunst nach 1945 im Museum der Stadt Ratingen – Eine Bestandsaufnahme, Köln 2011.
  • Museum Ratingen (Hrsg.): Still leben. Carl Schuch und die zeitgenössische Stilllebenfotografie, Ratingen 2013.
  • Museum Ratingen, LVR-Landesmuseum Bonn (Hrsg.): Der Junge und der Unbekannte. Hann Trier zum 100. Geburtstag, Dortmund 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]