Österreichischer Bibliothekenverbund

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Der Österreichische Bibliothekenverbund (OBV) ist ein Katalogisierungs- und Dienstleistungsverbund für wissenschaftliche und administrative Bibliotheken in Österreich.

Träger ist die mit 1. Jänner 2002 gegründete vollständig in Besitz der Republik Österreich befindliche Österreichische Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG). Hervorgegangen ist diese aus der 1974 gegründeten Planungsstelle für wissenschaftliches Bibliothekswesen der Österreichischen Nationalbibliothek, welche 1995 aus dieser herausgelöst und als Arbeitsgruppe Bibliotheksautomation (AGBA) in das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst integriert worden war. 2012 beschäftigte die GmbH etwa 25 Mitarbeiter. Geschäftsführer ist Wolfgang Hamedinger.

Den Kern des Verbundes aus über 80 Bibliotheken von 65 Trägerorganisationen bilden die Österreichische Nationalbibliothek und die Universitätsbibliotheken, der Verbund ist offen für die Teilnahme weiterer Einrichtungen. Unter dem integrierten Bibliothekssystemen Aleph 500, der Suchmaschinensoftware Primo[1] und dem Schwestersystem von Aleph – Alephino, alle von der Ex Libris Group werden sowohl die lokalen Online-Kataloge einiger Verbundbibliotheken, als auch der 2015 12 Millionen Titel mit über 21 Millionen Exemplaren sowie 0,8 Millionen Zeitschriftenbestandsangaben umfassende Gesamtkatalog geführt und frei zugänglich angeboten.[2]

Der Österreichische Bibliothekenverbund beteiligt sich auch an der Gemeinsamen Normdatei (GND) sowie der Zeitschriftendatenbank (ZDB). Ebenso ist der OBV die zentrale österreichische Servicestelle für die ISIL-Registrierung sowie die URN-Vergabe für wissenschaftliche Dokumente.

2015 fiel im Verbund die Entscheidung, ab 2017 als Nachfolgesystem von Aleph die cloud-basierte Software Alma desselben Herstellers einzusetzen. Mit August 2017 nahmen die ersten sieben wissenschaftlichen Bibliotheken den produktiven Betrieb mit Alma auf.[3] Mit Jänner 2018 nahmen acht weitere Bibliotheken sowie im März 2018 das Verbundsystem selbst produktiv die Arbeit mit Alma auf.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Suchmaschine des Österreichischen Bibliothekenverbundes
  2. Bibliothekenverbund: Grundlagen auf der Webseite des Österreichischen Bibliothekenverbundes, abgerufen am 2. März 2018.
  3. Österreichs nationaler Verbund der wissenschaftlichen und administrativen Bibliotheken startet mit neuer Bibliothekssoftware auf der Webseite des Österreichischen Bibliothekenverbunes, abgerufen am 2. März 2018.
  4. Go-Live der Alma Network Zone. 14. März 2018, abgerufen am 16. März 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]