August Erdmann

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August Erdmann

August Erdmann (* 22. Januar 1862 in Iserlohn; † 8. Oktober 1938 in Köln) war ein sozialdemokratischer Politiker und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Iserlohn studierte Erdmann in Bonn, Berlin und Leipzig Zahnmedizin. Er promovierte 1885 in Bonn. Bis zu Beginn der 1890er Jahre praktizierte Erdmann als Zahnarzt in Iserlohn.

Danach war er als Autor und Redakteur der sozialdemokratischen Presse tätig. Zwischen 1896 und 1906 war er Redakteur bei der Rheinischen Zeitung in Köln. Danach war Erdmann von 1906 bis 1908 ständiger Mitarbeiter der „Sozialdemokratischen Parteikorrespondenz,“ d. h. der parteieigenen Nachrichtenagentur. Anschließend war er Schriftsteller mit Wohnsitz in Köln und später in Düsseldorf. Für den Wahlkreis Dortmund-Hörde war er zwischen 1912 und 1918 Reichstagsabgeordneter.

Im Jahr 1917 schloss sich Erdmann der USPD an. Während der Novemberrevolution war er Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates Düsseldorf. Zwischen 1918 und 1920 war er Herausgeber der USPD-Zeitung Westdeutsches Wochenblatt. Im Jahr 1920 kehrte Erdmann zur SPD zurück und war im selben Jahr kurzzeitig Landrat im Kreis Hagen-Schwelm.

Über Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften hinaus veröffentlichte Erdmann mehrere Schriften. Dabei setzte er sich aus sozialdemokratischer Sicht mit der Zentrumspartei und den christlichen Gewerkschaften auseinander.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhold Zilch, Bärbel Holtz (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 12/II. In: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 556 (Online; PDF 2,2 MB).