Dietrich I. von Bilstein

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Dietrich I. von Bilstein, auch Dietrich II. von Gevore (* um 1202; † vor 1245) war ein Edelherr und Erbauer der Burg Bilstein.

Sein Vater war Heinrich II. von Gevore und seine Mutter Irmgard von Arnsberg, Tochter des Grafen Heinrich I. von Arnsberg. Er war mit Mechthild von Rietberg verheiratet, aus der Ehe gingen mindestens zwei Söhne hervor. Der wahrscheinlich Ältesten war Heinrich zuerst 1225 und zuletzt 1245 erwähnt, der Jüngere Diedrich II. († um 1255) folgte seinem Vater nach.[1]

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Dietrich I. die Herrschaft. Seine Brüder waren hochrangige Geistliche in Köln, der eine Heinrich war Propst von Sankt Severin, der andere Gottfried Kanoniker am Dom.

Er ließ die Burg auf dem Rosenberg zwischen 1202 und 1225 errichten, sein ursprünglicher Stammsitz war die Mitte des 12. Jahrhunderts verlassene Burg Peperburg, die im wenige Kilometer entfernten Stadtteil Grevenbrück liegt, nach dem Umzug erfolgte dann auch die Namensänderung. Urkunden aus dem Jahr 1202 und 1217 belegen den ursprünglichen Namen (Dietrich II. von Gevore, Gevore=Förde, Förde wurde in den 1920er Jahren mit Grevenbrück vereinigt).

Dietrich gehörte nach den Arnsberger Grafen wie schon sein Vater zu den wichtigsten Adeligen im südlichen Westfalen und trat wie dieser mehrfach als Zeuge in Urkunden auf. Erstmals 1225 wurde er in einer solchen von Bilstein genannt; in der Urkunde ging es um die Besitzübertragung eines Gutes durch Theoderich an das Kloster Rumbeck, da in diesem seine Mutter und Schwester gelebt hatten. Auch in den folgenden Jahren tauchte Dietrich mehrfach als Zeuge etwa beim Verkauf der Burg Hachen an Graf Gottfried II. von Arnsberg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Suibert Seibertz: Diplomatische Familiengeschichte der Dynasten und Herren im Herzogtum Westfalen. Arnsberg, 1855. S. 24f.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]