Dirk Hupe (Künstler)

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Dirk Hupe (* 1960 in Essen) ist ein deutscher Künstler. Er lebt und arbeitet im Ruhrgebiet.

Leben und Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Hupe studierte von 1980 bis 1986 Germanistik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Beschäftigung mit Texten, ihren Inhalten und ihrer Gestalt schlägt sich bis heute deutlich wahrnehmbar in seiner Kunst nieder. Danach studierte er Kommunikations-Design an der Universität Duisburg-Essen und schloss 1990 als Diplom-Designer in freier Malerei und Fotografie ab; von 1993 bis 1994 hielt er sich mit einem DAAD-Jahresstipendium an der Artez Hogeschool voor de kunsten Arnhem auf und absolvierte 1994 das Postakademische Examen der Ateliers Arnhem. Er hat in den vergangenen Jahren an der Universität Gesamthochschule Essen, später der Universität Duisburg-Essen, der Universität Witten/Herdecke und an der Fachhochschule Dortmund gelehrt, im Laufe seiner künstlerischen Karriere erhielt er Förderungen, Kunstpreise und Stipendien und war zuletzt 2010 Artist in Residence an der Universität Witten/Herdecke.

Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen, Multimediafestivals und Galerien wurden bislang unter anderem in Europa, Japan, China, Russland, Korea und Neuseeland gezeigt, seine Installationen, Bilder und Objekte sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vorhanden.

Dirk Hupes Kunst ist vom Thema Schrift geprägt, das sich durch sein gesamtes Werk zieht, im Laufe seiner künstlerischen Arbeit ist dabei der Inhalt mehr und mehr zu Gunsten des Erscheinungsbildes und der Materialität der Buchstaben in den Hintergrund getreten. Seine Arbeiten umfassen Bilder, Objekte, Installationen und Computerarbeiten, die zusammengehalten werden durch die Frage, was es mit der Materialität der Schrift und des Schriftträgers auf sich hat, wie Bedeutungen sich durch die Verschiebungen, Brechungen und Verfremdungen des Materials erhalten, zersplittern oder zu bloßen Spuren werden, seine Arbeiten sind immer auch Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen Materialien, mit Farbe, Papier, Glas, Metall, Silikon etc. und wirken in ihrer materiellen Konkretheit ebenso wie in ihrem Gegenstand. Die Objekthaftigkeit dieser Arbeiten ist durchzogen von medialen Brechungen, etwa durch den Einsatz von Computerprojektionen und Kopiervorgängen im Herstellungsprozess. 
Dabei ist die handwerkliche Dimension der Herstellung von Bildobjekten und anderen Darstellungsformen, die Beschäftigung mit kunsthistorischen Vorbildern, mit literarischen und philosophischen Texten, von denen nur Spuren zurückbleiben, und das Thema der Schrift und ihrer Lesbarkeit von gleichrangiger Bedeutung. Seine Installationen setzen sich mit den konkreten Gegebenheiten der jeweiligen Räume (neben Galerien und Museen auch Kirchen, Verwaltungsgebäude und andere) auseinander und greifen in sie ein.

Studium | Lehraufträge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980 - 1986 Studium an der Philosophischen Fakultät Universität Düsseldorf
  • 1986 - 1990  Studium Kommunikations-Design an der Universität GH-Essen ehemalig Folkwang, Abschluss: Diplom-Design bei Laszlo Lakner und Hermann Sturm
  • 1994              Postakademisches Examen Ateliers Arnhem (hogeschool voor den kunsten bei Paul Donker Duyvis und Willem Sanders)
  • 1997 - 2008    Lehrauftrag an der Universität GH Essen und an der Universität Witten/Herdecke
  • 2011 - 2012    Lehrauftrag an der Fachhochschule Dortmund University of Applied Sciences and Arts Fachbereich Design

Stipendien | Kunstpreise (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 - 1994    DAAD - Jahresstipendium, Niederlande
  • 1998               Märkisches Stipendium für bildende Kunst
  • 1997 - 1999    Atelier und Arbeitsstipendium der Sutter-Gruppe
  • 2000               Stipendium des Landes Schleswig-Holstein, Künstlerhaus Eckernförde
  • 2001               1. Preis / Kunstpreis 2001 des vestischen Künstlerbundes Recklinghausen
  • 2005               1. Preis / Kunstpreis der Ev. Kirchen in Essen
  • 2010-2011      „Artist in Residence“ Universität Witten-Herdecke im Studiengang Fundamentale
  • 2011               2. Platz / Kunst am Bau Wettbewerb, Kassel (Martinskirche)
  • 2013               1. Platz / Kunst am Bau Wettbewerb, Lutherkirche/Lutherplatz, Kassel und Realisierung 

Einzelausstellungen | Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Galerie Frank Schlag & Cie., Essen[1] (E)
  • 2015 Kunstkirche Bochum, Bochum[2] (E)
  • 2015 pro arte | Ulmer Kunststiftung, Ulm (zusammen mit Birte Horn)
  • 2014 „Ruhr - Kunst - Szene“, Kunsthalle Recklinghausen „Ruhr - Kunst - Szene“, Kunsthalle Recklinghausen (G)
  • 2014 Museum Kalkar, Kalkar (E)
  • 2012 Casper Ludwig Friedrich Opländer Stiftung, Dortmund/Peking(G)
  • 2011 Märkisches Museum Witten[3] (E)
  • 2009 Galerie Heimeshoff, Roger Schimanski, Essen (E)
  • 2008 Kunstverein Rhein-Sieg, Siegburg (E)
  • 2007 Kunstverein Bruchsal, Bruchsal (E)
  • 2007 Kunstverein Gelsenkirchen e.V., Gelsenkirchen (G)   
  • 2007 Kunstverein Bruchsal, Bruchsal (E)
  • 2005 Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel, Brunsbüttel
  • 2005 Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr (In der Alten Post), Mülheim a.d.R., (E)
  • 2005 Galerie Heimeshoff, Essen (E)
  • 2004 Museum Folkwang, EKK, Essen (G)
  • 2002 Verein für aktuelle Kunst, Oberhausen (E)
  • 1999 Museen der Stadt Lüdenscheid, Lüdenscheid (E)
  • 1999 Städtische Galerie Gladbeck, Gladbeck (E)
  • 1998 Museum Bochum, Bochum (E)
  • 1997 Wrexham Arts Center, Wrexham, Great Britain(G)
  • 1996 Les Brasseurs, Lüttich/Belgien (G)
  • 1995 Galerie Henn, Maastricht/NL (G)
  • 1992 Galerie Schütte, Essen (G)
  • 1991 Galerie Leuchter, Düsseldorf (E)
  • 1991 Malerei und Buchobjekte, Kunsthaus Essen, Essen (E)
  • 1989 Klasse Lazlo Lakner, Galerie Heimeshoff, Essen (G)
  • 1988 Preis für junge europäische Fotografen, Museum Ludwig, Köln(G)

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Märkisches Museum Witten, Witten
  • Museen der Stadt Lüdenscheid, Lüdenscheid
  • Stadt Essen, Essen

Messebeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Art Cologne, Köln
  • Contemporary Art Ruhr, Essen
  • Art Karlsruhe
  • Salon du Printemp, Luxenbourg
  • InterArt, Moskau

Kataloge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • dirk hupe, "the beastly theory of images and signs...", Druckverlag Kettler; Auflage: 1 (2016)
  • dirk hupe, "the beastly theory of types...", Druckverlag Kettler; Auflage: 1 (2014) ISBN 978-3-86206-406-9
  • dirk hupe, Ver-zeichnungen outlines, DruckVerlag Kettler, 2011, ISBN 3-8620-6073-X
  • dirk hupe, Cut ups: Verzeichnungen, Druckverlag Kettler; Auflage: 1, 2010, ISBN 3-8620-6114-0
  • dirk hupe, Sprachräume, Druck und Verlag Niessen,1998, ISBN 3-9313-2614-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Galerie Frank Schlag & Cie. Abgerufen am 27. November 2017 (englisch).
  2. K.I.C.K. - Kunst in Christ-König: tausend leere versprechungen. Abgerufen am 27. November 2017.
  3. kunst-magazin.de abgerufen am 12. Januar 2012