Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik

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Fraunhofer-Institut für
Biomedizinische Technik
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Sulzbach/Saar, St. Ingbert
Außenstellen: Münster, Würzburg, Kontaktbüro Berlin
Art der Forschung: Angewandte Forschung und Entwicklung
Fächer: Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin
Grundfinanzierung: Bund (90 %), Länder (10 %)
Leitung: Heiko Zimmermann[1]
Mitarbeiter: 140
Homepage: www.ibmt.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT), auch unter der Kurzbezeichnung „Fraunhofer IBMT“ bekannt, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Es hat seinen Hauptsitz im Saarland (Sulzbach/Saar, St. Ingbert), seine Aktivitäten sind der angewandten Forschung und Entwicklung in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Biotechnologie und Medizin zuzuordnen. Das Institut besitzt einen Institutsteil in Münster/Wolbeck, ein Projektzentrum für Stammzellprozesstechnik in Würzburg sowie ein Kontaktbüro in Berlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gründung im Jahr 1992 bzw. des Vorläufers (Hauptabteilung Medizintechnik) im Jahr 1987 unter Klaus Gersonde als Gründungsdirektor verfolgte die Fraunhofer-Gesellschaft das Ziel, natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschung, moderne Technik und Technologie-Transfer im Bereich der klinischen Forschung im Saarland in Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg/Saar voranzutreiben.

Aus einem ehemaligen Institutsteil in Lübeck entstand eine selbständige Einrichtung, die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie, EMB.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut arbeitet auf den Gebieten Biomedizin- und Medizintechnik, Sensor- und Messtechnik, Ultraschall-Technik, Medizin-Telematik, Biotechnologie und Biohybrid-Technologie, Stammzellforschung, Kryo(bio)technologie und Nano(bio)technologie, Laborentwicklung, Umwelttechnik, Materialprüftechnik, Haus-, Klima- und Sicherheitstechnik sowie industrielle Prozessautomatisierung.

Das Institut arbeitet seit 2003 auf dem Gebiet der Stammzellforschung und erhielt als erstes Institut der Fraunhofer-Gesellschaft Genehmigungen des Robert-Koch-Instituts zur Einfuhr humaner embryonaler Stammzellen.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut ist Mitglied im Fraunhofer-Verbund Life Sciences (VLS). In diesem Verbund sind die biologischen, biomedizinischen, pharmakologischen und toxikologischen Kompetenzen von sechs Fraunhofer-Instituten gebündelt.

Im universitären Bereich bestehen Kooperationen mit der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Das Institut ist Gründungsmitglied der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken e.V. (GDK), einem Zusammenschluss von wissenschaftlichen und kommerziellen Kryobanken in Deutschland. Die BioKryo GmbH ist eine Ausgründung aus diesem Institut.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 waren rund 140 Personen überwiegend im wissenschaftlich-technischen Bereich tätig.

Der Gesamthaushalt 2017 betrug 17,4 Mio. Euro.

Seit Januar 2015 wird das Institut geschäftsführend von Heiko Zimmermann geleitet. Er führt den Lehrstuhl für Molekulare und Zelluläre Biotechnologie/Nanotechnologie (Fachrichtung Biowissenschaften) an der Universität des Saarlandes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 17′ 17,9″ N, 7° 4′ 31,5″ O