Fritz Koenig

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Bildhauer. Zu anderen Personen siehe Fritz König.
Fritz Koenig 2015
„Große Säulenkaryatide“ (1967) in Braunschweig

Fritz Koenig (* 20. Juni 1924 in Würzburg; † 22. Februar 2017 in Altdorf, Bayern) war ein deutscher Bildhauer.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koenig wurde 1924 In Würzburg geboren und zog 1930 nach Landshut, nach der Reifeprüfung im Jahr 1942 am Hans-Leinberger-Gymnasium[2] nahm er als Soldat am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1952 studierte er an der Kunstakademie München Bildhauerei bei Anton Hiller, 1951 studierte er in Paris, im Jahr 1959 nahm er an der II. documenta in Kassel teil und 1964 an der documenta III. Imselben Jahr wurde er als Professor für Plastisches Gestalten an die Technische Hochschule München berufen, wo er bis 1992 an der Ausbildung der Architekten mitwirkte.[3] Er lebte und arbeitete seit 1961 auf einem Vollblutaraber-Gestüt in Ganslberg bei Landshut.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beschädigte Sphere im New Yorker Battery Park

Zum Teil sind seine Skulpturen aus einfachen geometrischen Figuren aufgebaut. Faszinierend, aber auch bedrückend, sind seine menschlichen Darstellungen, der Kopf ist eine einfache Stahlkugel, der Torso wird durch wenige zylindrische Stäbe gebildet. Sein Entwurf für das Berliner Holocaust-Mahnmal zeigt diese stilisierten Köpfe und Knochen aufgeschüttet zu einem Wall.

Koenig war der Stifter des Landshuter Skulpturenmuseums im Hofberg, er war zwischen 1961 und 1972 Vorstandsmitglied im Deutschen Künstlerbund.[4]

In die Schlagzeilen kam Fritz Koenig nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mit der von ihm 1967–1971 geschaffenen „Großen Kugelkaryatide“, besser bekannt als „The Sphere“. Die bronzene Kugel überstand schwer beschädigt den Einsturz der Türme des World Trade Centers, im Inneren der aufgerissenen Skulptur wurden unter anderem Wrackteile der in die Türme gestürzten Flugzeuge gefunden. Am 11. März 2002 wurde die Skulptur als Mahnmal im New Yorker Battery Park aufgestellt.
In seinem Nachruf[5] auf Fritz König in der Süddeutschen Zeitung schreibt der Kulturjournalist Hans Kratzer König zähle "zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts".

Bedeutende Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Koenigs Kugel – Der deutsche Bildhauer Fritz Koenig im Trümmerfeld von Ground Zero

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Koenig ist tot. Landshut trauert um weltberühmten Bildhauer. Bayerischer Rundfunk, 23. Februar 2017, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Schulwebsite
  3. Fritz Koenig wird 80 Jahre. Pressemitteilung der Technischen Universität München, 14. Juni 2004, abgerufen am 2. März 2017.
  4. Vorstände des Deutschen Künstlerbundes seit 1951. Deutscher Künstlerbund e.V., abgerufen am 2. März 2017.
  5. http://www.sueddeutsche.de/bayern/landshut-seiner-zeit-voraus-1.3401960
  6. Als die Augen der katholischen Welt nach Ruhstorf blickten; Hans Nöbauer; Passauer Bistumsblatt 13/2017, S. 16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fritz Koenig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien