Hunold I. von Plettenberg

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Hunold I. von Plettenberg (* um 1190) war von 1256 bis 1260; 1267 Marschall von Westfalen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war Sohn des Heidenreich I. aus dem westfälischen Rittergeschlecht derer von Plettenberg.

Seit 1256 war er als Marschall von Westfalen Stellvertreter des Erzbischofs von Köln in dessen westfälischen Machtbereich, er trat 1256 zwischen dem Erzbistum Köln und dem Bistum Paderborn als Friedensvermittler auf. Er sorgte 1258 dafür, dass der Vogt von Geseke auf einige angemaßte Rechte des Frauenstifts Geseke verzichtete, im Jahr 1259 war er Zeuge, als Graf Konrad von Everstein die Hälfte der Burg Osen, die er vom Bistum Köln zu Lehen hatte, an Erzbischof Konrad von Hochstaden übertrug. Er war 1260 maßgeblich am Zustandekommen eines Bündnisses zwischen dem Erzbischof, Abt Themmo von Corvey und Herzog Albrecht von Braunschweig beteiligt. Darin versicherten sich die Vertragspartner ihrer gegenseitigen Unterstützung und versprachen in den jeweiligen Grenzgebieten keine Burgen anzulegen. Hunold war auch Mitglied eines Schiedsgerichts, das eventuelle Streitigkeiten zwischen den Partnern schlichten sollte.

Sein Sohn Heidenreich II. war ebenfalls Marschall des Herzogtums Westfalen. Ein weiterer Sohn war Hermann I.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Suibert Seibertz: Die Landmarschalle Westfalens. In: Allgemeines Archiv für die Geschichte des preußischen Staates. Jg. 16, Berlin, 1830, S. 69
  • Max Jansen: Die Herzogsgewalt der Erzbischöfe von Köln in Westfalen seit dem Jahr 1180 bis zum Ausgang des 14. Jahrhunderts. München, 1895, S. 135f.