Johanna Baltz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Johanna Baltz

Johanna Baltz (* 23. Dezember 1849 in Arnsberg; † 31. Dezember 1918 in Arnsberg) war eine deutsche Autorin.

Grab von Johanna Baltz

Baltz besuchte nach der Volksschule die höhere Töchterschule in Arnsberg. Nach dem Erfolg mit einem Opernlibretto, für das sie ausgezeichnet wurde, wurde sie Schriftstellerin. Sie schrieb Novellen, Lyrik und verfasste Theaterstücke. Sie veröffentlichte ihre Stücke teilweise unter den Pseudonymen: Helene Busch und Josef Bajover.

Im 19. Jahrhundert wurde sie vor allem durch ihre historischen, „vaterländischen“ Stücke und Festspiele bekannt. Teilweise erlebten diese über hundert Aufführungen. Ein Festspiel zu Ehren Wilhelm I. wurde in über fünfzig Städten aufgeführt. Zwischen 1891 und 1900 verfasste sie für den Niederrheinischen Verein für Orts- und Heimatkunde in Wesel eine Reihe von Festspielen. Im Jahr 1894 widmete sich das Stück der „Königin Luise.“ Auch wenn die Stücke in der Vergangenheit spielten, endeten sie stets in einer Apotheose des Kaiserhauses. In dem Stück „Aus Germaniens Heldentagen“ für das Stiftungsfest der Studentenverbindung Germania Münster verband Baltz katholische und preußisch-protestantische Geschichtsbilder. Von der Varusschlacht über das mittelalterliche Kaisertum reichte das Stück bis zur Belehnung der Mark Brandenburg an die Hohenzollern.[1]

Sie verfasste aber auch Festspiele im Auftrag wie etwa "Weg und Ziel" zum 25-jährigen Jubiläum des Kunst- und Gewerbevereins zu Trier. Auch ein Stück über das Legionslager Vetera bei Xanten verfasste Baltz.

Nach Baltz ist in Arnsberg eine Straße benannt. Begraben liegt sie auf dem dortigen Eichholzfriedhof. Ihr Nachlass befindet sich im Sauerlandmuseum.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klemens Pröpper: Johanna Baltz. In: Heimatstimmen Arnsberg Jg.11/1990 S. 6–14

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Johanna Baltz – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christopher Dowe: Auch Bildungsbürger. Katholische Studierende und Akademiker im Kaiserreich. Göttingen, 2006 S.209