Josef Bergenthal (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Porträt von Josef Bergenthal (heute im Heinrich-Lübke-Haus)

Josef Bergenthal, auch Joseph Bergenthal (* 1827 in Sundern, Provinz Westfalen; † 1887 in Philadelphia), war ein deutscher Historien- und Tiermaler. Er wanderte später in die Vereinigten Staaten aus, wo er sich in Philadelphia als Porträtmaler etablierte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergenthal war der Sohn des aus Schmallenberg stammenden Ackermannes Anton Bergenthal, genannt Schroer, und dessen Ehefrau Maria, geborene Thüsing, er hatte fünf Geschwister. Im Jahr 1834 verstarb seine Mutter und acht Jahre später sein Vater, er besuchte zunächst die Volksschule. Welchen Beruf er danach zunächst erlernte und ausübte, ist unbekannt. Bergenthal fiel früh wegen seines Zeichentalentes auf. 1846 schrieb er sich als 18-Jähriger an der Kunstakademie in Düsseldorf ein. Dort waren bis zum Schuljahr 1854/1855 Karl Ferdinand Sohn, Rudolf Wiegmann, Karl Josef Ignatz Mosler und Wilhelm von Schadow seine Lehrer.[1] Nachdem er zuerst das Fach der Historienmalerei vertieft hatte, wandte er sich der Tiermalerei zu, im Jahr 1849 kehrte er nach Sundern zurück. Der Hauptgrund war wohl, dass er sich der politischen Verfolgung durch die preußische Polizei entziehen wollte, hatte er sich doch 1848/1849 in Düsseldorf an der Revolutionsbewegung beteiligt. Während seines Aufenthaltes in Sundern entstanden unter anderem drei Altarbilder für die St.-Rochus-Kapelle. Auch eine Reihe von Porträts, darunter ein Selbstbildnis, entstanden dort, eine Reihe seiner Bilder wurden später übermalt, so dass nur noch wenige erhalten sind. Im Jahr 1863 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, er soll dort Direktor an der Kunstakademie von Philadelphia geworden sein. Neuere Forschungen konnten dies nicht belegen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Findbuch 212.01.04 Schülerlisten der Kunstakademie Düsseldorf, Webseite im Portal archive.nrw.de (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen)