Ludwig Rudolf Alioth

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Ludwig Rudolf Alioth-de Bary (1848–1916) Ingenieur, Firmengründer der Alioth AG in Münchenstein. Dr. h. c. der Univ. Lausanne. Oberst der Genietruppen. Grab auf dem Friedhof Bromhübel in Arlesheim.
Grab auf dem Friedhof Bromhübel in Arlesheim.
Rudolf Alioth-von Speyr (1848–1906) Elektroingenieur, Firmengründer der Bürgin & Alioth, Dr. h. c. der Universität Lausanne, Oberst. Grab auf dem alten Friedhof von Arlesheim, Basel-Land
Grab auf dem alten Friedhof von Arlesheim, Basel-Land

Ludwig Rudolf Alioth (* 5. Mai 1848 in Arlesheim; † 1. Juli 1916 ebenda) war ein Pionier der schweizerischen Elektroindustrie.

Sein Vater Daniel August Alioth besass die Schappe-Spinnerei J.S. Alioth & Cie. und war u. a. 1849 Mitgründer und Verwaltungsrat der BL Hypothekenbank sowie 1863 der Basler Versicherungsgesellschaft. Ludwig studierte in Lausanne und den USA und war danach als Ingenieur technischer Leiter und Teilhaber im elterlichen Betrieb. Als dieser 1881 liquidiert wurde, gründete er zusammen mit Emil Bürgin in Basel, später in Münchenstein ein elektrisches Fabrikationsgeschäft zur Produktion von Motoren, Apparaten und Lokomotiven. Nachdem Bürgin nach 1893 aus der Firma ausgeschieden war, wurde daraus 1895 die Elektrizitätsgesellschaft Alioth (EGA).

In den Jahren 1906–08 baute er zusammen mit Rieter das Kraftwerk Burglauenen mit Druckleitungen für die Jungfraubahn und die Elektrifizierung der Wengernalpbahn und der Berner Oberland-Bahnen. Ab 1909 lieferte er Zahnradlokomotiven für die Elektrifizierung der Wengernalp- und der Schynige Platte-Bahn, die heute noch in Betrieb sind.

1911 schloss sich sein Unternehmen mit der Brown, Boveri & Cie. zusammen, die fortan ihre Lokomotiven in Münchenstein ausrüstete.

1903 verlieh ihm die Universität Lausanne einen Ehrendoktortitel. Er war ferner Oberst der Genietruppen.

Seine Tochter Elisabeth (1892–1963) heiratete den Sohn des Theologen Eberhard Vischer (1865–1943).

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