Schloss Gevelinghausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schloss Gevelinghausen

Schloss Gevelinghausen liegt im Ortsteil Gevelinghausen in der Stadt Olsberg im Sauerland (NRW).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Gevelinghausen aus der Luft

Das von den Ritter von Gevelinghausen erbaute Schloss wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt, der Graf von Arnsberg, Ludwig, tauscht 1299 mit dem Mescheder Stift das Rittergut Gevelinghausen gegen das Rittergut Ostwig.

Im 17. Jahrhundert wurde die bereits 1543 vorhandene Schlosskapelle St. Maria Magdalena neu errichtet. 1796 erwarb Freiherr von Wendt-Papenhausen das Schloss. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, deren Bruder mit Caroline Freiin von Wendt-Gevelinghausen verheiratet war, weilte in den Jahren 1824 und 1831 als Gast im Schloss. 1872 wurde Conrad Freiherr von Wendt auf Schloss Gevelinghausen geboren. 1985 wurde das Anwesen aus wirtschaftlichen Gründen von der Familie von Wendt verkauft. In den folgenden Jahren verpachteten die neuen Besitzer das Schloss an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die hier ein Ausbildungszentrum einrichtete, es entstand auch ein Schlosshotel.

Architektur und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1371 war das Haus befestigt, der große, mit Sandsteinplatten verkleidete Fachwerkbau wurde mit einem Mansardwalmdach gedeckt. Der dreigeschossige Mittelrisalit ist mit 1810 bezeichnet, das Hauptgeschoss der turmartigen, quadratischen Eckbauten wurde zierverschiefert. Auf dem vorgelagerten, weiten Wirtschaftshof steht ein zinnenbekrönter Torturm in der Portalachse. Süd- und Ostflügel wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Hinter dem Herrenhaus ist ein kleiner Landschaftspark mit Teichen angelegt, das südöstlich gelegene Verwalterhaus ist ein eingeschossiges Fachwerkhaus mit Mansardwalmdach, es wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet und zum Ende des 19. Jahrhunderts nach Westen erweitert.[1]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dehio, Georg, unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, 2011, ISBN 978-3-422-03114-2, S. 833

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Ackermann, Alfred Bruns: Burgen und Schlösser und Klöster im Sauerland. Strobel Verlag, 1985, ISBN 3-88793-006-14

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Gevelinghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 20′ 59″ N, 8° 26′ 12″ O