Theodor Schroeder (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Theodor Schroeder (* 9. April 1829 in Mülheim an der Möhne; † 8. Juni 1890 in Berlin) war ein deutscher Jurist, Mitglied des Reichstages und Politiker der Zentrumspartei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schroeder studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Königsberg. 1847 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Bonn.[1] Er war anschließend als Referendar in Insterburg, Halberstadt, Naumburg und Paderborn tätig. 1854 bestand er sein Examen als Gerichtsassessor und war bis 1864 als Jurist im Staatsdienst tätig. Danach war er von 1865 bis 1873 als Rechtsanwalt und Notar beim Kreisgericht in Beuthen zugelassen. Ab 1873 war er Rechtsanwalt in Berlin. Ab 1879 praktizierte er in Breslau und war dort beim Oberlandesgericht zugelassen. Zeitweise wohnte er auch in Höxter. Schließlich erwarb er das Schloss Güchkröttendorf bei Weismain.

Schroeder war Mitglied der Zentrumspartei. Zwischen 1871 und 1884 war er Mitglied des Reichstages als Abgeordneter für den Wahlkreis Regierungsbezirk Arnsberg 8 (Lippstadt - Brilon).[2] Außerdem gehörte er von 1873 bis 1882 dem Preußischen Abgeordnetenhaus an. Er vertrat den Wahlkreis Lippstadt-Arnsberg-Brilon.[3] Im Rahmen seiner parlamentarischen Tätigkeit trat er vor allem als Redner, Referent und Berichterstatter in rechtlichen Fragen hervor. In der Zentrumsfraktion spielte er eine führende Rolle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus: 1867–1918. Bearb. v. Bernhard Mann unter Mitarbeit v. Martin Doerry, Cornelia Rauh u. Thomas Kühne. Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 353.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 21, 366
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 146; vgl. auch A. Phillips (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel, Berlin 1883, S. 92; vgl. auch: Georg Hirth (Hrsg.): Deutscher Parlaments-Almanach. 9. Ausgabe vom 9. Mai 1871. Verlag Franz Duncker, Berlin 1868, S. 256; Kurzbiographie in Georg Hirth (Hrsg.): Deutscher Parlaments-Almanach. 14. Ausgabe vom Nobemver 1881. Verlag G. Hirth, Leipzig/München 1881, S. 215.
  3. Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Droste Verlag, Düsseldorf 1988, S. 353 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten. Droste Verlag, Düsseldorf 1994, S. 636 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 6).