Wilhelm von Beaulieu-Marconnay

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Wilhelm Freiherr von Beaulieu-Marconnay (* 10. September 1848 in Oldenburg; † 6. September 1884 ebenda) war Jurist und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Beaulieu-Marconnay, eigentlich Wilhelm Heinrich Louis Ferdinand Freiherr von Beaulieu-Marconnay, war einziger Sohn des Eugen Carl Theodor Levin Freiherr von Beaulieu-Marconnay (Grhzgl. oldenb. Kammerherr und Präsident des Oberlandesgerichts) und dessen Ehefrau Isidore Luise von Schletter. Er besuchte das Gymnasium in Oldenburg bis 1867 und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Jena und Berlin. In Jena wurde er 1867 Mitglied der Burschenschaft Germania.[1] Er war Einjährig-Freiwilliger im 94. Infanterie-Regiment in Jena und machte den Krieg 1870/71 im Oldenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 91 mit, in welchem er Premierleutnant wurde. Von 1873 bis 1878 war er Referendar in Osnabrück, Isernhagen und Hannover. Ab 1878 war er Amtsrichter in Norden.

Von Dezember 1879 bis zu seinem Tode war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Hannover 1 (Emden) und die Nationalliberale Partei. Er wurde in einer Nachwahl für den Abgeordneten Jan ten Doornkaat Koolman gewählt.[2] Im Übrigen war er von 1882 bis 1884 auch Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 64.
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 115.
  3. Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 57 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 64.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]